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Qualität vor Quantität in der Kinderbetreuung!

Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) betont die Notwendigkeit von Qualität in der Kinderbetreuung.

 

Wien (OTS) - Die Betreuung von Kindern in Krippe und Kindergarten wird vermehrt zum Thema in der Politik. Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) sieht darin prinzipiell eine positive Entwicklung. Um dabei aber ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder zu gewährleisten, braucht es auch entsprechende Rahmenbedingungen, die geschaffen und beachtet werden müssen - je jünger Kinder sind, desto wichtiger ist die Güte der Rahmenbedingungen:

  • Qualitativ hochwertige pädagogische Ausbildung
  • Schaffung eines kinder- und entwicklungsgerechten Betreuungsschlüssels
    (eine Pädagogin auf 2-3 Kleinkinder)
  • Ermöglichung bindungsfördernder Rahmenbedingungen (Zeit, Zuwendung, Resonanz)

 

Für die Eltern geht es vorrangig um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aus Sicht der Erwachsenen braucht es daher primär mehr Kinderbetreuungsplätze und längere Öffnungszeiten. Für das Kind und seine gesunde Entwicklung zählt jedoch einzig und allein die Qualität der Betreuung.

 

Damit außerfamiliäre Betreuung, die aus unterschiedlichen Gründen oftmals eine wichtige und notwendige Ergänzung zur familiären Förderung ist, gelingt, braucht es PädagogInnen, die entsprechend ausgebildet sind, die liebevoll anleiten und feinfühlig führen können. "Kinder benötigen in allererster Linie sichere Bindungen zu einfühlsamen Bezugspersonen in einem anregenden Erziehungsumfeld", weiß Univ.Prof.DDr. Lieselotte Ahnert, Institut für Entwicklungspsychologie an der Universität Wien und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Kinderliga, aufgrund entsprechender Studien.

 

Neben einer qualitätsvollen Ausbildung brauchen PädagogInnen auch die notwendigen Rahmenbedingungen, die es ihnen erlauben, sich jedem Kind mit ausreichend Zeit und Zuwendung zu widmen. Nur so können sie die kindliche Entwicklung unterstützen und Kinder in ihrer Individualität wahrnehmen und bestmöglich fördern. Kinder brauchen Bezugspersonen, die individuell auf sie eingehen, die Zeit haben, das Kind zu trösten, wenn es traurig ist oder zu ihm helfen, wenn es überfordert ist, die es nonverbal verstehen und achtsam wahrnehmen, was es braucht.

 

"Es muss das Wohl der Kinder bei allen Überlegungen und Entscheidungen an erster Stelle stehen. Gerade in der Betreuung der unter 3-Jährigen sind die Faktoren Zeit und Zuwendung besonders wichtig. Es ist unsere gesellschaftspolitische Verantwortung, Kindern von klein auf die besten Rahmenbedingungen zu bieten", so Prim. Dr. Klaus Vavrik, Präsident der Kinderliga.

 

Im Sinne - und als Stimme - der Kinder ist die Botschaft daher klar:

 Qualität in der Ausbildung sichern, Betreuungsschlüssel senken, bindungsfördernde Rahmenbedingungen schaffen! Diese Qualitätskriterien sollen die grundlegende Basis für den weiteren Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen sein.