facebook/kinderliga

Organisation

Partner

Mitglieder

Liga Hintergrund

Liga unterstützt Forderung nach PapaMonaten

„Bindung aufbauen braucht gemeinsame Zeit“: Papa-Monate leisten wichtigen Beitrag zur gesunden psychosozialen Entwicklung von Babys
Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit unterstützt Forderung nach „Papa-Monaten“.

 

Die „Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit“ unterstützt die von Bundesministerin Heinisch-Hosek und BundesministerinMikl-Leitner gleichermaßen erhobene Forderung nach 3 „Papa-Monaten“ nach der Geburt.

 

Erwiesener Maßen ist für Kinder eine sichere Bindung zu den primären Bezugspersonen, ganz besonders in den ersten Lebensjahren, die Basis für eine gesunde psychosoziale Entwicklung. „Kinder mit einer sicheren emotionalen Bindungsentwicklung zeigen u.a. mehr prosoziales und  weniger aggressives Verhalten, haben größere soziale Kompetenz, sind kreativer und ausdauernder bei Leistungsanforderungen, zeigen bessere kognitive Fähigkeiten, haben mehr Bewältigungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen und können Belastungen und Stress besser verarbeiten als Kinder mit einer unsicheren Bindungsentwicklung“, so Prim. Dr. Klaus Vavrik, Präsident der Liga. „Auch Väter brauchen Zeit mit ihren Kindern, um in ihre Rolle und ihre Verantwortung hineinwachsen zu können“.

 

Ein ausgezeichneter Weg, junge Paare auf ihre Elternschaft vorzubereiten und einzustimmen sind sogenannte „Safe-Elterngruppen“ (s.u.www.kinderjugendgesundheit.at). “SAFE® bietet eine einzigartige Möglichkeit zur intensiven Vorbereitung auf das zukünftige Familienleben, zur Erlangung von Sicherheit und Sensibilität im Umgang mit dem Kind und zur Förderung der Eltern-Kind-Bindung,“ so das Resümee des Ludwig-Boltzmann-Institutes Gesundheitsförderungsforschung. Hierfür könnte ein Teil der 100 Millionen Euro aus den nicht abgeholten Kinderabsetzbeträgen sinnvolle Verwendung finden.


Zusätzlich zu der Forderung nach „3 Papa Monaten“ würde die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit auch einen Ausbau an Sachleistungen begrüßen, wobei aber unbedingt ein Mindestmaß an Qualitätssicherung in der außerhäuslichen Betreuung zu beachten ist. Dies betrifft insbesondere eine hochstehende Qualifikation der PädagogInnen und eine alters- und kindgerechte Verhältniszahl von Betreuungspersonen zu Kindern. Mit überforderten „Aufbewahrungsinstitutionen“ und ungeeignetem Personal könnte der verursachte Schaden größer sein als der Nutzen.

 

Foto: © Melissa Schalke - Fotolia.com