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Kampagne "Keine halben Kinder"

Kampagne „Keine halben Kinder“ fordert gleiche Bedingungen für alle Kinder in Österreich!

 

Mehr als 45 Organisationen unterstützen die Kampagne, die auf die Ungleichbehandlung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Österreich aufmerksam macht.

 

Die Kinderrechtskonvention, ein völkerrechtlicher bindender Vertrag aus dem Jahr 1989, enthält Schutz-, Versorgungs- und Beteiligungsrechte. Diese Rechte versprechen allen Kindern unabhängig von Status, Religion, Herkunft und anderen Merkmalen die Deckung von essentiellen Bedürfnissen, Schutz und Beteiligung. So sind auch die vier Grundprinzipien (Gleichbehandlung, vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls, das Recht auf Leben und Entwicklung und Achtung vor der Meinung des Kindes) zu beachten. Minderjährige Flüchtlinge werden in wesentlichen Bereichen des Lebens wie Gesundheit, Bildung, Entwicklung, Betreuung sowie Teilhabe in ihren Rechten beschnitten. Auf diese Ungleichbehandlung aufmerksam zu machen, ist das Ziel der Kampagne „Keine halben Kinder“, die von mehr als 45 Organisationen gemeinsam unterstützt wird. Das „Don Bosco Flüchtlingswerk“, getragen von den „Salesianern Don Boscos“, „Jugend Eine Welt“ und den „Don Bosco Schwestern“, hat die Kampagne initiiert, die an jene des „Bündnisses Kinderrechte“ aus dem Jahr 2015 anschließt. Damit setzen sich die sich unterstützenden Organisationen einmal mehr aktiv für Kinderrechte ein. Rund 40 Personen des öffentlichen Lebens unterstützen die Kampagne bereits mit Projektstart. 

 

Derzeit sind rund 6.400 minderjährige Flüchtlinge - hauptsächlich aus Afghanistan, Syrien und dem Irak - in der Grundversorgung. „Für diese jungen Menschen müssen die Rahmenbedingungen für ein gelingendes Leben und eine positive Lebensperspektive geschaffen werden. Durch unsere Handlungen und Unterlassungen tragen wir zu ihrem Werdegang bei.“, ist Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerks und Initiatorin der Kampagne überzeugt. Diese soll verdeutlichen, dass minderjährige Flüchtlinge noch immer diskriminiert werden. Durch diese Verletzungen bekommen junge Flüchtlinge nur halb so viel Betreuung, Fürsorge und Bildung wie andere Kinder und halbe Kinder bzw. Kinder, die nur die Hälfte der Rechte zuerkannt bekommen darf es nicht geben. 

 

 

 

Prim. Dr. Klaus Vavrik ,Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit stellt fest: „Damit Kinder mit Fluchtbiografie nicht eine „verlorene Generation“ und damit später eine mit allen negativen Folgen desintegrierte, chronisch kranke Erwachsenen-Generation werden, müssen sie so früh wie möglich in unser Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem aufgenommen und bestmöglich versorgt werden.“ 

 

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.keinehalbenkinder.at