Terror in Wien: Kontaktstellen und Hilfestellungen

Wien, 03.11.2020. Die aktuelle Situation bringt Verunsicherung und Angst. Hier finden Sie Kontaktadressen und Hilfestellungen von Hedwig Wölfl, Geschäftsführerin der möwe Kinderschutzzentren, zum Sprechen mit Kindern über über die aktuelle Situation, sowie des BÖP, zum Umgang mit den Folgen von Terrorismus.

Hedwig Wölfl, Vizepräsidentin der Kinderliga, hat in einer Aussendung Hilfestellungen aus psychologischer Sicht, wie Sie mit Kindern über Terror sprechen können, verfasst:

  • Fakten erklären: den aktuellen Erkenntnisstand der Polizei in kindgerechter und altersadäquater Sprache erklären: Was ist passiert? (es gab einen Anschlag mit Toten und Verletzten in der Wiener Innenstadt) Was wird dagegen getan? (Polizei und Rettung arbeiten für die Sicherheit von uns allen) Sind wir in Gefahr? (Nein, in unserer Wohnung bist du in Sicherheit; auch die Schule ist abgesichert…).
  • Sicherheit geben: Terrornachrichten lösen Unsicherheit und Ängste aus - das Vertrauen in die Gefahrenabwehr durch die Polizei stärken; das persönliche und familiäre Sicherheitsgefühl durch Normalität stabilisieren (Frühstück wie immer; aus dem Fenster schauen und andere beobachten; konkrete Pläne für den Tag machen..).
  • Weder katastrophisieren noch bagatellisieren: es ist wichtig (siehe Punkt 1 - Fakten erklären), Kinder proaktiv über die Vorfälle sachlich aufzuklären und darauf zu achten dabei nicht zu übertreiben, weder Ängste zu verstärken noch so zu tun als wäre nichts passiert oder die Aufregung wäre lächerlich - Kinder gehen meist sehr pragmatisch mit solchen Ereignissen um.
  • Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen: ob Schulbesuch oder nicht ist eine elterliche Entscheidung und sollte nicht den Kindern überlassen werden; mit den Kindern klare Vereinbarungen treffen bezüglich Hinbringen oder -fahren bzw. Abholen; Uhrzeiten vereinbaren und einhalten; Tagesstruktur planen.
  • Wenn nötig Hilfe holen: Falls Fragen oder Ängste auftauchen, die innerhalb der Familie nicht gut beantwortet oder beruhigt werden können, sich selbst beraten lassen und wenn notwendig auch den Kindern/Jugendlichen professionelle Hilfe zukommen lassen.

 

Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen hat Tipps zum Umgang mit den psychischen Folgen von Terrorismus zusammengefasst, zu finden auf der Website des BÖP.

 

Beratung und Hilfe finden Sie bei:

  • Rat auf Draht: Telefonnummer 147
  • Krisendienst der Psychosozialen Dienste Wiens: Telefonnummer (01) 31330
  • BÖP Helpline: (01) 504 8000 (Mo-Do 9-13 Uhr)
  • Möwe Kinderschutzzentren Telefonberatung: (01) 532 15 15
  • Österreichische Kinderschutzzentren: www.oe-kinderschutzzentren.at/zentren/zentren-vor-ort
  • Kinder- und Jugendhilfe Wien, MA11: (01) 4000-8011