16.04.2020

Gesundheitliche Versorgungssicherheit für Kinder und Jugendliche wieder in den Fokus rücken!

Gesundheitsversorgung und Therapieangebote müssen auch in der Coronakrise gesichert sein.

Wien, 16.4.2020 – Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) zeigt sich besorgt, wenn es um die aktuelle Versorgungslage im Gesundheitsbereich von Kindern und Jugendlichen in Österreich geht. Hier sind sowohl die körperliche aber natürlich genauso die psychische Gesundheit und alle Entwicklungsfelder von Kindern und Jugendlichen gemeint. „Die von der Regierung getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus dürfen nicht der Grund sein, dass wir uns derzeit so wenig um die Qualität in der Regelversorgung kümmern. Es braucht dringend einen offeneren Diskurs über die gesundheitlichen, psychischen, sozialen und ökonomischen Langzeitfolgen des Shutdowns“, sagt Dr. Christoph Hackspiel, Präsident der Kinderliga.

Die Kinderliga wünscht sich von der Regierung, auch die Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche und die Möglichkeit der Therapieangebote wieder zu aktivieren und dies der Bevölkerung auch entsprechend klar und transparent zu kommunizieren.

Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche: Sicherheit in Angebot und Kommunikation schaffen

„Seit den Ausgangsbeschränkungen wird gebetsmühlenartig wiederholt, dass es nur vier Gründe gibt, das Haus zu verlassen. Da fehlt ein wesentlicher fünfter Grund: die medizinisch-therapeutische Versorgung sowohl im physischen als auch im psychischen Bereich“, sagt Dr.in Caroline Culen, Geschäftsführerin der Kinderliga.

Viele Eltern wissen nicht, ob sie aufgrund der verordneten Einschränkungen mit ihren Kindern überhaupt in eine kinderärztliche Praxis oder in die Physiotherapie, Logotherapie, Psychotherapie „dürfen“. In einem Kinderleben sind drei Monate oder auch ein halbes Jahr lange Zeiträume. Die ExpertInnen der Kinderliga befürchten, dass durch diese Verunsicherung wichtige Behandlungen und notwendige Therapien nicht erfolgen oder wichtige Diagnosen nicht gestellt werden, so wie aktuelle Studien aus Italien und Berichte von Pädiatern aus England zeigen.

Die ExpertInnen der Kinderliga wünschen sich von der Regierung mit einer klaren, ermunternden Kommunikation hier Unsicherheiten zu nehmen und durch entsprechende Maßnahmen wieder Vertrauen zu stiften. „Es braucht eine klare Strategie zur Wiedereröffnung der Gesundheitsdienstleistungen, um sowohl den AnbieterInnen als auch den PatientInnen und deren Familien Sicherheit zu geben“, so Culen. Auch die Kinderliga wird hier aktiv werden und die aktuellen Versorgungsangebote ihrer Mitgliederorganisationen erheben und diese als Serviceangebot auf der Homepage veröffentlichen.

 

 

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