Kinderliga: Kürzung der Mindestsicherung treibt Kinder in Armut und Krankheit

Kinderliga: Kürzung der Mindestsicherung treibt Kinder in Armut und Krankheit

Die Österreichische Kinderliga warnt vor einer Kürzung der Mindestsicherung. Armut macht Kinder krank!

Wien, 4.11.2016 – Die Debatte um die Kürzung der Mindestsicherung nimmt die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) zum Anlass, erneut auf den unmittelbaren Zusammenhang von Armut und Gesundheit hinzuweisen. „Eine Kürzung der Mindestsicherung gefährdet vor allem AlleinerzieherInnen und kinderreiche Familien. Es darf nicht sein, dass Kinder die Leidtragenden dieser Maßnahme sind. Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Aber die armen Kinder von heute sind die chronisch kranken Erwachsenen von morgen“, appelliert Prim. Dr. Klaus Vavrik, Präsident der Kinderliga.

Internationale Forschungsergebnisse zeigen, dass mit sinkendem sozialem Status die Krankheitslast deutlich ansteigt. Die Bevölkerung unter der Armutsgrenze weist einen dreimal schlechteren Gesundheitszustand auf als jene mit einem hohen Einkommen und ist doppelt so oft krank wie jene mit mittlerem Einkommen. Menschen, die in ihrer Kindheit in Armutsverhältnissen aufwachsen, leiden auch bei später höherem Wohlstand signifikant häufiger an Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Arthrosen, Rheuma oder Herzinfarkt.

„Eine Kürzung der Mindestsicherung nimmt Kindern die Hoffnung auf eine gesundheitliche Chancengerechtigkeit“, so Vavrik.

Tagung in Wien widmet sich dem Thema "Kinder, Armut & Gesundheit"

„Kinder, Armut & Gesundheit – Warum mehr Gerechtigkeit Not tut“ ist der Titel der Jahrestagung der Kindeliga, die am 24.11.2016 in Wien statt findet.

Information und Anmeldung zur Jahrestagung der Kinderliga:
www.kinder-armut-geesundheit.at

Informationen zur Kinderliga: www.kinderliga.at

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