Das war der Kindergesundheitsgipfel Graz
Am 29.04 waren wir mit unserem ersten Kindergesundheitsgipfel 2026 in Graz. Gemeinsam wurde zu den Themen Digitalisierung, mentale Gesundheit und Inklusion gearbeitet. Was beim Gipfel alles passiert ist? Das erfahrt ihr hier!
Der erste Kindergesundheitsgipfel Ende April in Graz bot Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen rund um Kinder- und Jugendgesundheit die Gelegenheit, sich zu aktuellen Themen auszutauschen und interdisziplinär anzunähern.
Im Mittelpunkt standen mit Schwerpunkt auf die Altersspanne 6-12 dabei die Themen Digitalisierung, mentale Gesundheit sowie Inklusion und Integration.
Beim Vernetzungstreffen mit mehr als 20 Organisationen bestand unabhängig von den Einzelthemen breiter Konsens darüber, dass Kindergesundheit stärker präventiv, verschränkt, multiprofessionell und lebensweltorientiert gedacht werden muss.
Als besonders wichtig identifizierten die teilnehmenden Organisationen frühe Unterstützung, bessere Vernetzung aller Systeme sowie strukturelle und politische Rahmenbedingungen, die Familien nachhaltig entlasten und Teilhabe ermöglichen.
Als gelungene Beispiele, die auf weitere Altersgruppen, Regionen und Bereiche ausgeweitet werden sollten, wurden besonders hervorgehoben: die Frühen Hilfen, sozialpädiatrische Zentren und das steierische Modell der „Integrative Zusatzbetreuung (IZB)“.
- Im Bereich Digitalisierung wurde vor allem der steigende Einfluss von Smartphones und sozialen Medien diskutiert. Die Teilnehmenden betonten, dass der Suchtfaktor digitaler Medien häufig unterschätzt wird und es mehr Schutzräume ohne Handy sowie stärkere Präventionsangebote braucht.
- Zum Themenfeld mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sprachen sich die Teilnehmenden für langfristige Begleitung, niederschwellige Angebote und mehr Elternbildung – von der Schwangerschaft bis zur Schulzeit - aus.
- Beim Thema Inklusion wurde deutlich, dass echte Teilhabe nur mit ausreichend Ressourcen, barrierefreien Strukturen und interdisziplinärer Zusammenarbeit möglich ist. Ebenso zentral sei die Betrachtung des Kindes mit seinen jeweils individuellen Bedürfnissen.
Für alle Bereiche waren sich die Teilnehmenden einig, dass frühe Unterstützung und eine stärkere Einbindung der Familien eine zentrale Rolle in der Prävention und Sicherung der Gesundheit im ganzheitlichen Sinne spielen.
Neben den fruchtbaren Gesprächen, Inputs und Ergebnissen freut uns als Kinderliga auch, dass 90% der Teilnehmenden im Rahmen des Gipfels mindestens eine neue Organisation kennenlernen konnte.
Wir sind überzeugt: Vernetzung wirkt und bedanken und ganz herzliche bei allen, die dabei waren für die Zeit und Energie!
Wir tragen die Ergebnisse weiter in das Kinderliganetzwerk, in unsere kontinuierliche politische Arbeit und zu den noch kommenden Kindergesundheitsgipfeln!