Familien in der Coronakrise

Corona - eine Zumutung für Familien? So betitelte Assoz. Prof.in Dr.in Ulrike Zartler der Universität Wien einen Vortrag kurz vor dem Sommer am 30.06.2020.

Die immer schon schwierige Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Schule und Privatleben sind gekennzeichnet durch eine coronapandemiebedingte von einer massiven Verstärkung der Rollenbelastung. Laut Umfragen erlebte ein Drittel bis die Hälfte befragter Eltern das home-schooling als herausfordernd, Die Strukturierung des Tages führte zu "Schichtbetrieb" und Arbeit an Tagesrandzeiten. Kinder von der Berufsarbeit fernzuhalten galt als zusätzlich schwierig. Der Einsatz von Medien wurde zum Ersatz für Kinderbetreuung. 

Für mehr als 40% war die Kinderbetreuung ein Problem, die Hälfte der Familien erlebten häufiger Konflikte als vor der Krise.

Frauen sehen sich als Verliererinnen in der neuen Ressourcenaufteilung: sie übernahmen vermehrt Fürsorge, Betreuung und home-schooling, zusätzlich zur Einschränkung der Erwerbstätigkeit führt dies zu starkem Stress. Und das, obwohl insgesamt in Österreich die meisten Kinder, Jugendlichen und Eltern konstruktiv und souverän mit der Corona-Krise umgegangen sind. Familen haben zentrale Funktionen in der Krise übernommen!

Sichtbarkeit und Werstschätzung für diese Leistung fehlen öffentlich und politisch.

Hier gibt es noch einiges nachzubessern!!

 

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Präsentationsfolien Zartler "Corona - eine Zumutung für Familien?", Symposium "Leben mit Corona" 30.06.20