PIA patient innovation award

Novartis vergab Anerkennungspreis „PIA“. Der Patient Innovation Award „PIA“ wurde an acht innovative Projekte in vier Kategorien bei insgesamt 20 Einreichungen vergeben. Die Kinderliga erhielt eine der Auszeichungen.

Kathrin Otto von Novartis überreicht die PIA an das Kinderligateam, von links: Caroline Culen, Jana Hierzer und Gloria Schaupp.

Die 8 Gewinnerprojekte wurden von einer 6-köpfigen Jury aus Expertinnen und Experten, darunter Angelika Widhalm, Vorsitzende des Bundesverbandes Selbsthilfe Österreich; Geschäftsführerin der ÖMSG und MSG Wien Karin Krainz-Kabas; Leiter der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft Dr. Gerald Bachinger; Obmann des Vereins NF Kinder und Vorstandsmitglied der Pro Rare Austria Claas Röhl, Dr. Christiane Thielen, Chief Scientific Officer von Novartis und Mag. Bernhard Mraz, Medical Director Oncology von Novartis gekürt. Die vier Kategorien waren „Schnellere Patientenidentifikation – Verkürzung der Diagnosestellung“, „Erhöhung der Aufmerksamkeit für die Erkrankung in der Gesellschaft“, „Krankheitsprävention“ und „Neue Kanäle und digitale Tools in der Patientenkommunikation“.

Mehr Details bei Novartis PIA

kurze BESCHREIBUNG des Projekts:

Don’t get lost in Transition – Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit zur Transition

Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit dem Thema der Transition, dem – meist sehr herausfordernden - Übergang von der Pädiatrie in die erwachsenenmedizinische Betreuung für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer seltenen Erkrankung. Ist die Transition schlecht vorbereitet oder bleibt der Prozess der Übergabe komplett aus, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Studien zeigen, dass sich der Krankheitsverlauf beim Wechsel von der kinder- und jugendärztlichen Betreuung in die Erwachsenenversorgung oftmals verschlechtert. Manchmal fallen Jugendliche und junge Erwachsene dann ganz aus der medizinischen Betreuung. „Lost in transition“ wird dieses Phänomen international genannt. Je nach Erkrankung kann diese Rate bei 30 % bis 90% der betroffenen jungen Menschen liegen. Dieses Phänomen ist mit einem erhöhten Risiko für gesundheitsgefährdende Zustände und einer verringerten Lebensqualität der Betroffenen verbunden. Dazu kommen erhöhte Kosten für das Gesundheitssystem durch medizinische Notfälle oder Folgeschäden.

Sowohl in der Gesundheitspolitik als auch zum Teil bei den Health Care Professionals (v.a. in der Erwachsenenmedizin) fehlt Großteils noch das Bewusstsein für das Thema. Mit dem Awareness-Projekt „Don’t get lost in Transition“ möchte die Kinderliga Aktivitäten setzen, die die Aufmerksamkeit für das Thema Transition und für die damit verbundenen Herausforderungen für die Betroffenen einerseits und für die notwendigen nächsten gesundheitspolitischen Schritte andererseits erhöht. Da dieses Thema (fast) alle seltenen Erkrankungen betrifft, hat sich die Kinderliga bewusst entschieden, in ihr Projekt hier alle entsprechenden Indikationen einzuschließen.

Das Projekt startet im Sommer 2021 und umfasst Aktivitäten wie Vernetzungsaktivitäten, Austausch mit Steakholdern, Etablierung von Arbeitsgruppen, Zurverfügungstellen von Informationsmaterial, Medienarbeit.

Sind Sie interessiert und möchten Sie mehr Informationen, dann schreiben Sie uns.